Wenn die Nacht zum Tage wird.

Und so begann es... (Teil 1)

Mein Vater war ein frommer und weiser Mann. Dieser Überzeugung war ich auch noch immer zu dem Zeitpunkt, als er mich als Junge zur Armee schickte und somit in die Fremde.
Wir waren keine reiche Familie, nicht von hoher Geburt. Nur eine einfache Bauernfamilie. Ich denke es war ungefähr um die Zeit meines zehnten Geburtstages, als der dunkel gekleidete Mann in unser Dorf kam und sich als Graf von Ivendust vorstellte. Er sprach sehr lange mit meinem Vater, was mich sehr wundert, denn für so einen hohen Herrn, nahm er sich viel Zeit für die einfachen Leute. Irgendetwas faszinierte mich an diesem Mann und ich fand erst sehr viel später heraus, dass dies eine seiner Fähigkeiten war, die ich weiterhin zu spüren bekam.
Nach diesem langen Gespräch mit dem Grafen kam mein Vater zu mir und offenbarte mir, dass der Graf wünschte mich mit ihm zu nehmen und mich in sein Heer einzugliedern. Ich sollte also Soldat werden. Soldat.. Schwert und Schild für den Grafen, sein Land vor Feinden zu schützen und mit ihm zusammen in den Krieg zu ziehen, wäre meine Aufgabe so sagte mir mein Vater. Es wäre gut für die Familie so meinte er. Der Graf wolle ihm Geld für meine Dienste geben was ihm, meiner Mutter und meinen zwei Schwester das überleben sichern sollte. Aber dafür müsste ich meine Familie verlassen und in die Fremde ziehen. Mit einem Mann gehen, der irgendwie seltsam auf mich wirkte... ich erinnere mich noch als wäre es gestern gewesen. Er stand vor mir, groß, hellhäutig, schwarz gekleidet Obwohl er freundlich war und oft lächelte, durchlief meinen Körper ein seltsames Unbehagen.
Natürlich hatte ich keine Wahl und mein Vater hatte seine Entscheidung schon getroffen. So packte ich noch am selben Abend meine Sachen und zog mit dem Grafen von dannen. Ich verließ meine Eltern und meine Schwestern. Ging einen Weg ins Ungewisse. Heute ist mir klar, dass der Graf Fähigkeiten einsetzte die mir damals nicht zu erklären waren, um mich und meine Familie zu beruhigen, sie wohlgesonnen auf sein Vorhaben einzustimmen und ihm alles zu geben was er verlangte. Das Geld bekam meine Familie und sie hatten somit ein Auskommen.

9.5.08 11:22

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